Nachsorgeprojekt „Gemeinsam Strecke machen – Fahrradfahren in Dänemark“ für krebserkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien

Vom 22. bis 26. August 2026 verbrachten vier Familien im Rahmen eines Nachsorgeprojekts für Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung und ihre Familien fünf besondere Tage in Dänemark. Insgesamt konnten 21 Personen teilnehmen: vier betroffene Kinder und Jugendliche, ihre Geschwister und Eltern sowie Erzieher Vincent Mietzke aus der Kinderklinik und Sportwissenschaftler:innen Lia Bernewitz und Mirko Buzdon aus der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, die das Projekt in diesem Jahr erstmals ins Leben gerufen haben.

Im Mittelpunkt standen Bewegung, gemeinsame Erlebnisse und vor allem Zeit miteinander. Warum Sport grade nach einer Krebserkrankung so wichtig ist, erklärt Sportwissenschaftlerin Lia Bernewitz: „Nach der intensiven Krebstherapie helfen Sport und Bewegung enorm, um wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln, Kraft aufzubauen und zurück in einen aktiven Alltag zu finden.“

Bild: privat

 

Unter dem Motto „Gemeinsam Strecke machen – Fahrradfahren in Dänemark“ startete die Gruppe jeden Morgen mit dem Fahrrad zu unterschiedlichen Touren durch die dänische Landschaft. Dabei wurden Ausdauer und Muskulatur trainiert, gleichzeitig blieb Zeit für kleine Pausen und besondere Entdeckungen – beispielsweise an einem Wikingerhafen oder Sportspiele am Strand. Am Ende jeder Tour waren die zurückgelegten Kilometer ein Grund, stolz auf das gemeinsam Erreichte zu sein.

 

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Auch am Nachmittag wurde es sportlich: Beim Fußball, Badminton, Trampolinspringen und Schwimmen hatten Groß und Klein viel Spaß und konnten sich gemeinsam austoben. Ein weiterer ungeplanter Erfolg: 2 neunjährigen Kindern wurde das Schwimmen beigebracht und nun kann das Seepferdchen in Angriff genommen werden.

Doch nicht nur die Bewegung machte die Reise zu etwas Besonderem. Auch das Miteinander spielte eine große Rolle. Kulturell hätten die vier Familien kaum unterschiedlicher sein können – und genau davon profitierten alle: Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht, erzählt und sich ausgetauscht. Es wurden neue Kontakte geknüpft und wertvolle Zeit miteinander verbracht – fernab vom Alltag und mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen teilen.

 

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt dem Verein für krebskranke Kinder Hannover e. V., der dieses besondere Projekt ermöglicht und den Familien damit eine wertvolle Auszeit und gemeinsame Zeit geschenkt hat.

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Bericht von: Lia Bernewitz (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin)