Mit vereinten Kräften ist es gelungen:
Ein neuer Sportraum für unsere jungen Patienten!

Am Donnerstag, den 12. November 2015, war es soweit, und viele Spender haben es erst möglich gemacht: Dank der finanziellen Unterstützung des Verein für krebskranke Kinder Hannover eröffnete der neue Sportraum in der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Fitnessraum wurde speziell für die Jungen und Mädchen der Kinderkrebsstation eingerichtet. Ein großer Moment für ein großes Projekt!


Denn die Rolle des Sports gewinnt in den letzten Jahren bei der Behandlung von Krankheiten immer mehr an Bedeutung. „Die kranken Kinder profitieren sehr von den positiven Effekten regelmäßiger Bewegung auf Körper und Seele“, erklärt Torge Wittke, Sportwissenschaftler an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Motto „Ruh dich aus und werde erstmal gesund“ verschwinde zunehmend aus dem Krankenhausalltag. Wie die Medizinische Hochschule bewegen inzwischen viele pädiatrisch onkologische Zentren in Deutschland ihre Patienten.

Sport wirkt wie eine Medizin

Die schweren Nebenwirkungen der Krebsbehandlung und die langen Tage im Krankenhaus setzen den Kindern oft sehr zu: Die Muskeln und das Immunsystem bauen ab, manche Patienten sind sogar zu schwach zu laufen. Da ist Bewegung das Beste: Im richtigen Maß wirkt sie bleibenden Schäden, Muskelschwäche oder gefährlichen Erkrankungen wie Lungenentzündung entgegen. „An den kindgerechten Geräten im neuen Sportraum können sich die kranken Jungen und Mädchen jetzt unter optimalen Bedingungen gezielt stärken. So werden sie oft auch schneller wieder gesund!“, bestätigt der Direktor der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MHH Prof. Dr. med. Christian Kratz.

Phil K. hat Leukämie und will wieder gesund werden. Die Sporttherapie mit Torge Wittke (links) hilft ihm.

Phil K. hat Leukämie und will wieder gesund werden. Die Sporttherapie mit Torge Wittke (links) hilft ihm.

Jeden Tag bietet der Sportwissenschaftler Torge Wittke den Kindern spezielle Trainingstherapien an, die sich jeweils nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Einzelnen richtet. Diese therapiebegleitenden Bewegungsangebote fördern körperliche Fitness, Selbstbewusstsein und Lebensmut. Wer sich zu schwach fühlt, macht die Übungen am Krankenbett, wer kräftig genug ist, besucht den Fitnessraum.

Stärkung für Körper und Seele

Vor der Einrichtung des neuen Sportraums mussten die kleinen Patienten der Kinderklinik gemeinsam mit erwachsenen Patienten des Haupthauses in den Räumen des Instituts für Sportmedizin trainieren. Jetzt bietet der Trainingsraum nahezu alles, was die Kinder- und Jugendlichen brauchen: Fahrräder, Handdrehkurbel, Crosstrainer, Ruderergometer, Laufband mit Gewichtsentlastung, Boxequipment, eine Kletterwand – und vor allem: eine geschützte Umgebung. Dabei wird neben einem möglichst effektiven Training besonders auf die Freude an der Bewegung geachtet: „Das Motto ‚Du darfst Dich bewegen‘ ist wesentlich effektiver, als ‚Du musst Dich bewegen‘“, weiß Torge Wittke.

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Das zeigt auch die Reaktion der Kinder. „Am liebsten trainiere ich auf dem Laufband“, freut sich der dreizehnjährige Phil, der 2014 an Leukämie erkrankte und am Nachsorgeangebot teilnimmt.
Wir danken all unseren Spendern, die bei der Realisierung dieses Projekts mitgeholfen haben!

Bitte unterstützen Sie unsere Kinder bei ihrem Kampf gegen den Krebs und helfen Sie mit, dass unsere kleinen Patienten weiter Sporttherapien machen können! Jede Spende ist ein wichtiger Beitrag.