Das Brückenteam – für eine lückenlose Versorgung zwischen Klinik und zu Hause

Seit 2008 hilft ein spezielles Brückenteam den von einer schweren Krebserkrankung betroffenen Familien dabei, die Klinikaufenthalte ihrer Kinder möglichst kurz zu halten. Um den Übergang von der stationären in die häusliche Betreuung zu erleichtern, hat der Verein für krebskranke Kinder in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover das Brückenteam-Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist eine verbesserte Lebensqualität der Familien in allen Phasen der Krankheit.

„Mama, lass mich zu Hause bleiben – bitte!“ Das ist der größte Wunsch der meisten Kinder. Es tut den Eltern weh, ihn nicht zu erfüllen. Doch es geht nicht anders: Immer wieder müssen die jungen Patienten für die hochdosierten Chemotherapien für längere Zeiten ins Krankenhaus. Auch die kurzen Wochen zwischen den Therapieblöcken, in denen sie in der Regel nach Hause können, werden häufig von Behandlungen auf der Kinderkrebsstation unterbrochen. Für die Kinder ist das jedes Mal ein schmerzlicher Abschied – von ihrer vertrauen Umgebung, der heimischen Geborgenheit, der Nähe zu Eltern und Geschwistern, von ihren Freunden.

Herzbild

Die Rundumversorgung gibt Sicherheit

Damit vor allem schwer erkrankte Jungen und Mädchen öfter und länger zu Hause betreut werden können, übernimmt ein spezielles Team aus vier erfahrenen Krankenschwestern, zwei Ärztinnen und einem Psychologen an der MHH deren Behandlung und Pflege. Kernaufgabe ist es, die durchgehende fachkompetente kinderärztliche Betreuung zu sichern. Dabei fungiert das Team als verlässliche Brücke zwischen Klinik und Elternhaus: Alle Mitarbeiter können die Kinder sowohl während der unumgänglichen Chemotherapie-Blöcke auf der Kinderkrebsstation als auch zu Hause versorgen. So kennt das Brückenteam jeden der kleinen Patienten und seine Krankengeschichte genau.

Vor allem für die Eltern bedeutet die 24-Stunden-Rufbereitschaft des Teams zusätzliche Sicherheit: beim Umgang mit starken Schmerzen ihrer kranken Kinder, bei gefährlichen Krampfanfällen oder plötzlicher Atemnot. Und es gibt immer wieder auch traurige Situationen, die die Eltern am Ende nicht mehr ohne Hilfe bewältigen können. Besonders dabei wird das Brückenteam zwingend gebraucht.

Brückenteam

Ein verlässliches, enges Netz wird geknüpft

Gleichzeitig wird mit Hausärzten vor Ort zusammengearbeitet, um für die Familien ein enges und verlässliches Versorgungsnetz zu knüpfen. Seit 2012 wurde das Angebot für Familien, bei denen die vielschichtigen Anforderungen durch die chronische Erkrankung ihres Kindes zu einer Überforderung führen könnten, um die sozialmedizinische Nachsorge erweitert. Zudem ist geplant, in besonderen Situationen auch Leistungen der häuslichen Krankenpflege zu übernehmen, um damit stationäre Aufenthalte zu verkürzen oder zu vermeiden.

Dieses Angebot in der MHH ist bisher einzigartig. Zwischen 2008 und 2016 wurden auf diese Weise über 50 Familien betreut.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Flyer, den Sie hier herunterladen können!

Doch viele dieser wichtigen Hilfen werden von den Krankenkassen nicht übernommen.
Nur wenn wir dieses Geld gemeinsam aufbringen, können auch künftig krebskranke Kinder mehr von ihrer kostbaren Lebenszeit im Kreise ihrer liebsten Menschen verbringen.
Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung!

Brückenteam